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Aktuelles: Großes Interesse beim Vortrag von Dr. Guido Baltes

Eingereicht von johannes.drechsler am 13. Nov 2015 - 06:02 Uhr

Baltes, Guido 1 [2]

Osterburken. Am 11.11.2015 sprach Dr. Guido Baltes, promovierter Neutestamentler und evangelischer Pfarrer, Dozent am Marburger Bildungs- und Studienzentrum und Mitarbeiter im Christus-Treff, im Rahmen der Themenreihe „Begegnungen und Studien zum messianischen Judentum“ in der Aula des GTO Osterburken über „Jüdische Messiasnachfolge im Neuen Testament und in der Urgemeinde“.

 

Baltes, Guido [3]

Ausgangspunkt sowohl der Themenreiche als auch seines Vortrages war die kleine Gruppierung der messianischen Juden, die es zur Zeit des Neuen Testamentes gegeben hatte und heute wieder gibt. Bisweilen werden sie als Brücke aber leider auch immer wieder als Stolperstein zwischen Synagoge und Kirche gesehen. Der jüdischen Messiasnachfolge gehe die jüdische Messiaserwartung voraus. Und damit stelle sich die Frage ob es so etwas wie eine zeitliche Abfolge, eine Grenze oder einen Übergang zwischen Juden und Christen gäbe. Baldes war es wichtig zu betonen, dass Jesus durch und durch jüdisch war und dass er sein Jude-Sein zu keinem Zeitpunkt aufgegeben habe. Anhand von zahlreichen Bibeltexten, stets die Auslegungsgeschichte der Bibel in den letzten drei Jahrhunderten im Blick, machte er deutlich, dass weder Jesus noch der Apostel Paulus mit dem Judentum gebrochen haben. In der Nachfolge Jesu werden die Identitäten von Juden und von Völkerchristen nicht aufgehoben sondern versöhnt nebeneinander gestellt. Geeint werden sie durch den Glauben an Jesus Christus als den Messias, den Erlöser und Retter der Welt.

Das war auch das herausfordernde Fazit des Vortrages, dass Jesus sich gerade nicht durch seine Lehren in signifikanter Weise von seiner jüdischen Umwelt unterschieden habe; vielmehr sei es die Person Jesu selbst in der sich die jüdische Hoffnung erfüllte und worin gerade der Unterschied zum rabbinischen Judentum liegt:  „Im Mittelpunkt der neutestamentlichen Botschaft steht keine neue Lehre, keine neue Religion und keine neue Ethik, sondern eine Person. Diese Person ist Jesus, der Jude. Es geht darum, dass in diesem Juden Jesus Gott selbst Mensch wurde, er sein Leben gab, um unsere Schuld zu tragen und von den Toten auferstanden ist, um uns den Weg zu einem neuen Leben in der kommenden Welt zu bahnen. Dieser Jesus ist Messias Israels und damit auch der Retter der Welt. Er lädt uns ein, ihm unser Leben anzuvertrauen. Darum geht es im neuen Testament.“

 
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