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Aktuelles: Frieden ist möglich – der Syrieneinsatz ist keine „ultima ratio“

Eingereicht von johannes.drechsler am 02. Dez 2015 - 14:44 Uhr

Frieden [2]

Adelsheim. Pfarrer Dr. Roser aus Sennfeld, eine Stimme aus der Pfarrerschaft, der sich auch weitere Pfarrer aus dem Regionalkonvent Süd des Kirchenbezirkes Adelsheim-Boxberg und Bezirksjugendreferent Johannes Drechsler anschließen, warnen vor den unabsehbaren Folgen eines militärischen Syrieneinsatzes.

Was haben wir gelernt aus den Kriegszügen gegen Irak, Afghanistan oder Libyen? Verbrannte Erde, Kollateralschäden, Millionen Tote, ein Heer von Flüchtlingen, totales Chaos. Es wäre fatal aus eine falsch verstandenen Frankophilie noch unter dem Schock stehend, den die Anschläge von Paris auslösten, bei allem Mitgefühl und aller Solidarität für die Opfer, dass wir jetzt so weit gehen und im Taumel des Schocks Fehlern oder Fehlentscheidungen zustimmen. Es fragt sich ob der Waffengang zu dem Hollande aufruft mit der christlichen Ethik vereinbar ist und eine adäquate Antwort auf die Terroranschläge von Paris sind. Riskieren wir hier nicht neue Vergeltungsschläge in Form weiteren Terroranschlägen in Europa? Es geht nicht darum, dass wir uns aus Angst wegducken, sondern dass wir die Spirale von Gewalt und Aggression nicht noch weiter anheizen und nach oben drehen. Wir haben hier keine Situation der ultima ratio, sondern es gibt viele andere Möglichkeiten mit dieser Situation umzugehen als durch einen Waffengang.

Ganz klar die innere Sicherheit muss erhöht werden. Aber wichtig ist: Dem IS muss der Geldhahn zugedreht werden. Das betrifft die Ölverkäufe aus den Quellen des IS und das betrifft auch unsere Wirtschaftsbeziehungen zu Saudi Arabien und Katar. Wenn wir den Kampf gegen den islamistischen Terrorismus aufnehmen, dann wird das wirtschaftliche Konsequenzen haben. Und es ist auch ein geistlicher Kampf, den sowohl Christen als auch alle anderen friedliebenden Menschen mit dem militanten Islam zu führen haben. Aber das ist allemal besser, wenn auch anstrengender, als Menschenleben zu fordern und die Spirale der Gewalt weiter hochzuschrauben.

Was wir jetzt brauchen ist ein klares NEIN. Ein Nein zum Kriegszug oder zum Waffengang oder wie wir den Syrieneinsatz auch nennen wollen. Wir richten einen dringenden Appell an unsere Politiker und Bundestagsabgeordneten. Stimmen Sie am Freitag gegen den Syrieneinsatz. Sagen Sie NEIN ZUM KRIEG. Wenden Sie dadurch eine Katastrophe und Schaden von unserem Volk ab.

 
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