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Aktuelles [1]

Aktuelles: Gruppen leiten lernen

Eingereicht von johannes.drechsler am 28. Nov 2016 - 06:17 Uhr

Grundkurs163 [2]

Seit 6 Jahren veranstaltet die Evangelische Jugend Adelsheim-Boxberg allein den Grundkurs für ihren Kirchenbezirk. Auch dieses Jahr nehmen 33 Jugendliche an diesem Kurs teil.

Grundlage dafür sind die Mindeststandards für die Kinder- und Jugendleiterausbildung, die 2009 und 2015  vom Landesverband der Evangelischen Jugend in Baden verfasst und ergänzt wurden. Diese Standards wurden bestätigt durch die Einführung der Jugendleiter/innen-Card. Die Qualifikation ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen in der Kinder- und Jugendarbeit hat eine wichtige Bedeutung, die in erster Linie eine Herausforderung für die Hauptberuflichen darstellt.

Die fachlichen Ansprüche an Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit sind hoch. Die Lebensbedingungen und –situationen von Kindern und Jugendlichen haben sich zum Teil drastisch verändert.

Auf der anderen Seite erwarten auch Ehrenamtliche viel von einer Fortbildung. Das Ehrenamt soll Spaß machen, man möchte gleichgesinnte Menschen treffen und kennen lernen. Die Ehrenamtlichen, die zur Fortbildung kommen, möchten auch ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen verbessern. 

Das Programm zeigt deutlich die Bausteine der Mindeststandards des Landesverbands der Evangelischen Jugend in Baden: Entwicklungsprozesse im Kinder- und Jugendalter, Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen, Arbeit in und mit Gruppen, Rolle und Selbstverständnis von Kinder- und Jugendleiter/innen, Aufsichtspflicht/Versicherung/Haftung, Organisation und Planung, Gender Mainstreaming, Interkulturelles Lernen, sowie Religion/Theologie und christliche Orientierung.

Der Grundkurs ist längst keine Qualifizierungsmaßnahme mehr für Jugendliche und junge Erwachsene Mitarbeiter/innen, die in erster Linie mit Kindern arbeiten. Mehr als die Hälfte der Ehrenamtlichen, die sich 2018 fortbilden ließen, arbeiten als Schülermentoren, der Konfirmand/innenarbeit, der Jugendgruppenarbeit oder in Teams bzw. der Teamleitung während verschiedenen Projekt in der Kinder- und Jugendarbeit.

Ziele der Qualifizierungsmaßnahme Ziel ist es, Ehrenamtliche in ihren Lebenswelten und Lebensperspektiven wahr- und ernst zu nehmen und sie auf der Suche nach gelingender Gestaltung von evangelischer Kinder- und Jugendarbeit zu begleiten.

Wichtig ist es, die religiöse Sozialisation von Ehrenamtlichen zu entdecken und zu fördern. Ihnen sollte die Möglichkeit gegeben werden, verschiedene Frauen und Männer der Bibel und unterschiedliche Gottesbilder kennen zu lernen. Überdies hinaus sollen sie gestärkt werden, ihren Glauben zu vermitteln. 

Hierzu gehören das Wissen über das Leben und Sterben Jesu und die sich daraus ergebenden neutestamentlichen Werte und Normen ebenso wie z. B. der Erfahrungsaustausch über den eigenen Glauben. Das Erleben gemeinsamer spiritueller Erfahrungen ist darüber hinaus ein wesentliches Element im miteinander Glauben lernen und leben. Da wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben, ist es notwendig, auch andere (monotheistische) Religionen und ihre Gottes- und Menschenbilder exemplarisch kennen zu lernen. 

Sie haben Spaß und treffen nette Leute, die sie teilweise schon kennen bzw. lernen sie aus dem Kirchenbezirk „neue“ junge Ehrenamtliche kennen. Sie spüren, dass sie nicht die einzigen sind in ihrem Kirchenbezirk, ihrer Kirchengemeinde, die sich für Kirche und Andere engagieren. Der Erfahrungsaustausch ist wesentlicher Bestandteil. 

Sie werden gefördert, ihre Fähigkeiten und Verfügungsbefugnisse erweitert. Ihre sozialen und fachlichen Kompetenzen werden gefördert, ihre Defizite und fehlenden Sachverständigkeiten werden geklärt. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung wird gestärkt. Sie reflektieren sich und ihr Handeln, sie werden angeregt, ihre eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten wahrzunehmen. Sie setzen sich auseinander mit sich und mit ihren ideellen Vorstellungen von der Gruppenleiterin/dem Gruppenleiter, sowie mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit und den Kindern und Jugendlichen in der Arbeit. Ihnen wird Hilfe und Förderung angeboten und „praktisches Handwerkszeug“ mitgegeben. Sie werden unterstützt, gerade auch in den Fragen der Projektentwicklung, Finanzierung, Rechtsfragen und Öffentlichkeitsarbeit. 

Dies alles sind Ziele und Inhalte, die in vielen Fortbildungen für die Kinder- und Jugendarbeit vorkommen.

 
Links
  1. https://ejuab.de/https://ejuab.de/news/view/Main/Aktuelles/
  2. https://ejuab.de//userdata/msData/adelsheimb/data/SimpleMedia/media/thefile/Grundkurs5.jpg
  3. https://ejuab.de/https://ejuab.de/Printer/news/display/2016/11/28/gruppen-leiten-lernen/