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Aktuelles: Prävention von sexueller Gewalt

Eingereicht von johannes.drechsler am 01. Jun 2016 - 09:31 Uhr

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Sennfeld - Zu dem Schulungsabend über Präventionarbeit im Projekt „Alle Achtung! Grenzen achten, vor Missbrauch schützen!“ am Dienstag hat die Evangelische Jugend Adelsheim-Boxberg in Kooperation mit den Kirchengemeinden Sennfeld, Leibenstadt und Korb eingeladen und der Saal im Sennfelder Gemeindehaus war gut gefüllt. Sie wurden von Pfarrer Dr. Markus Roser mit einem geistlichen Wort, das passend für den Abend war, begrüßt. Vielmehr hätten nicht kommen dürfen, denn der informative und methodisch gut strukturierte Abend bot nicht nur viel Hintergrundwissen, sondern beinhaltete auch praktische Phasen.

„Es ist wichtig, ein Gespür für Formen von Übergriffigkeit und Gewalt zu haben. Denn nur das, was in unserem Denkhorizont existiert, erkennen wir auch“, lautete ein zentraler Satz von dem Bezirksjugendreferenten Johannes Drechsler in der Einführung. Um Sensibilität ging es auch im weiteren Verlauf des Seminars:  Die Fälle an sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist registriert nach der „Polizeiliche Kriminalstatistik“ jährlich bundesweit ca. 15.000 Fälle (d.h. 41 Fälle täglich), obwohl die Tendenz leicht sinkend ist. Die Dunkelziffer ist dennoch wesentlich höher. Zu verworren sind oft die emotionalen Verbindungen zwischen Opfer und Täter, zu ängstlich häufig die Opfer. Es ist gut, wenn Ehren- und Hauptamtliche – egal in welchem Verband – damit rechnen, in ihrer Gruppen- und Projektarbeit Opfern zu begegnen. Denn es erfordert Wachsamkeit und genaues Hinhören, um kleine Anzeichen nicht abzutun, sondern wahrzunehmen. Es ist wichtig, wachsam zu sein, ebenso, Kindern und Jugendlichen – wenn es nötig ist – zu helfen. Die Seminarteilnehmer nahmen ihre Aufgabe ernst, und sie waren aufmerksam bei der Sache, ob beim Erkennen von Täterstrategien, beim Mitdenken oder beim Diskutieren zwischendurch.

„Nähe und Distanz“ ist das Doppel, das der Bezirksjugendreferent nicht nur mit Worten, sondern auch mit konkreten Fälle vermittelte. Sie reflektiert persönliche Grenzen im Umgang mit Menschen, Distanz und Nähe sowie Grenzverletzungen. Den letzten Block, nach der Pause, bildete ein Crashkurs: Krisenpläne kennenlernen: Was tun, wenn ich einen Verdacht habe? Die dazugehörigen Seiten im Internet von Alle Achtung! - alleachtung.net/ [3] sind wahrscheinlich für die meisten im Raum die allerwichtigste Quelle. Niemand wünscht sich, sie einsetzen zu müssen. Aber die Erkenntnis hilft, dass man auch als Nicht-Experte schon mit wenig Wissen und Erfahrung gut handeln kann.

„Es geht darum, wachsam zu sein für Spuren von Gewalt, die die Kinder an sich tragen. Es geht darum, potentiellen Tätern keinen Raum in unseren Verbänden, Gruppen und Freizeiten zu bieten. Und es uns geht darum, dass auch wir Mitarbeiter in einer guten, transparenten Art und Weise schöne, unvergessliche Stunden mit Kindern und Jugendlichen verbringen“, fasst Johannes Drechsler, Bezirksjugendreferent sein Anliegen an diesem Abend zusammen.

 
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  2. https://ejuab.de//userdata/msData/adelsheimb/data/SimpleMedia/media/thefile/Schulung.jpg
  3. https://ejuab.de/ http://alleachtung.net/
  4. https://ejuab.de/https://ejuab.de/Printer/news/display/2016/6/1/praevention-von-sexueller-gewalt/