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Rückblick

„SOZIALE VERANTWORTUNG LERNEN“

Eingereicht von johannes.drechsler am 21. Okt 2014 - 12:11 Uhr

KNAPP 600 JUGENDLICHE BEIM ÖKUMENISCHEN SCHÜLERMENTOREN-KONGRESS IM EUROPAPARKSchülermentorenkongress 2014

Buchen / Rust. 43 Schülermentoren und Begleiter aus Buchen, Obrigheim und Sinsheim fuhren zum ersten ökumenischen Schülermentorenkongress in den Europark. Die Fahrt wurde von der Evangelischen Jugend Adelsheim-Boxberg organisiert.

Rund 600 Schülerinnen und Schüler fanden sich am Donnerstag, 2. Oktober zum ersten Schülermentorenkongress im Europa-Park in Rust ein. Bei einem Messelauf konnten sich die engagierten Jugendlichen zu zahlreichen unterschiedlichen Themenfeldern informieren und Impulse für ihre Arbeit an den Schulen mitnehmen. Außerdem gab es für die ausgebildeten Mentoren die Gelegenheit, prominente Gäste mit Fragen zu löchern. Neben dem Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh standen unter anderem der Vizeweltmeister im Breakdance, Mentor Shalijani, und die Landesjugendpfarrerin der Evangelischen Landeskirche in Baden, Ulrike Bruinings, für Gespräche zur Verfügung.

„Das Schülermentorenprogramm der Kirchen dient der Kultur des Helfens, der Gewaltfreiheit und der Öffenheit in unserer Gesellschaft“, würdigte der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh die Arbeit der über 9400 Schülermentoren und -mentorinnen an den Schulen in Baden-Württemberg, darunter auch muslimische Kinder. Der Unternehmerfamilie Mack sprach er ein großes Dankeschön aus, denn nach dem Kongress waren die Schülerinnen und Schüler eingeladen, bei strahlendem Sonnenschein die über 100 Attraktionen und Shows im Europa-Park zu nutzen. Landesjugendpfarrerin Ulrike Brunings freute sich, dass das Programm sich zu einem „Netzwerk von Jugendlichen für Jugendlichen“ entwickelt habe. Europapark-Geschäftsführer Jürgen Mack zollte den Schülermentorinnen und -mentoren großen Respekt für ihren „großen Dienst an der Gesellschaft“. Er würdigte zugleich die seit zehn Jahren bestehende enge Zusammenarbeit zwischen Kirche und Europa-Park.

Vielen Schülermentoren ist es trotz der enger werdenden Freiräume in der Schule wichtig, kreativ Hilfe zu leisten und soziale Verantwortung zu übernehmen. Unter dem Motto „Was wäre ich bloß ohne Fehler?“ rief der renommierte Jongleur Andreas Gebhardt die Jugendlichen dazu auf, die eigenen Fehler und die anderer zu akzeptieren. „Nicht die Erfolge, sondern die Fehler ermöglichen Empathie und schweißen Menschen zusammen“, sagte Gebhardt. In einer Kultur ohne Fehler würden die Menschen vereinsamen. Zahlreiche Messestände informierten die Teilnehmer am Nachmittag zu Themen wie „Kluger Konsum“, „Jugendpresse“ oder „Nachhaltig handeln“.

Entstanden ist das Schülermentorenprogramm im Jahr 1997 aus der Frage nach dem Verantwortungslernen in der Gesellschaft: Wie kann man junge Menschen auf den Ebenen der Selbstverantwortung, der sozialen und der globalen Verantwortung stärken? Getragen wird das Programm von den vier großen Kirchen in Baden-Württemberg. Schirmherr ist Kultusminister Andreas Stoch. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren, während das Junior-Schülermentorenprogramm bereits ab 13 Jahren durchgeführt werden kann.

Seit 2010 läuft ein Junior-Schülermentorenprogramm in Obrigheim unter der Leitung von Pfarrer Wolfgang Müller und der Religionspädagogin Sigrid Zumbach-Ischir. Die pädagogischen Grundlagen werden an zwei Blocktagen während der Schulzeit angeboten. Praktische Projekte gibt es in Spielenachmittage für die 5. Klasse in der Realschule Obrigheim, außderdem konnten die Jugendlichen im Kindergarten Obrigheim mit den Kinder aus dem Ganztagesbereich basteln, spielen und vorlesen oder sie konnten in der alten Friedhofskapelle auf dem Schulgelände jüngeren Schülern Angebote machen.

Seit 2002 gibt es auch das Schülermentorenprogramm in Buchen, es ist eher als Ausbildung zum Sozialmentoren bekannt. Es wird von der Theologin Heike Müller-Göhrig geleitet. Die Sozialmentoren haben sich auch  im Schuljahr 2013/14 in vielen Projekten vorbildlich engagiert - so z.B. als Paten der Fünftklässler, bei Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern der Alois-Wißmann-Schule, Zukunftskongress der Stadt Buchen, beim Sport- und Spieltag des BGB als Betreuer während der Spielpausen, in der Eine-Welt-AG.

Den Hauptpreis, zwei Übernachtungen mit 4 Personen im Europapark Rust, des Gewinnspiels vom Schülermentoren-Kongress gewann eine Schülermentorin aus Obrigheim. „In  diesem Kongress konnte man nur gewinnen“, erwähnte in diesem Zusammenhang der Bezirksjugendrefent Johannes Drechsler.