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Rückblick

Umjubelte Musicalpermiere „Broker“ im Schulzentrum Boxberg

Eingereicht von johannes.drechsler am 09. Nov 2014 - 12:28 Uhr

Bild Musicalpremiere

Bild Musicalpremiere

(Boxberg) Es war wohl das beeindruckteste Bühnenbild, was je in der Aula des Schulzentrums Boxberg aufgebaut wurde: Mit einer Lkw-Ladung reisten der Lichttechniker Stefan Schmidt an, um mit verschiedenen Lichtstrahler, ein Spektakel zu liefern, was jeden Pink Floyd-Fan eine Freude bereiten würde. Allein für den Videobeamer waren 4 erwachsene Männer nötig, um ihn in die Schule zu tragen– für die Welturaufführung des Musicals „Der Broker“, geschrieben von ‘Mastermind` Stefan Rauch..
 

Stanbild

Nach mehreren Produktionen hat der Autor sein Meisterwerk abgeliefert: Die Geschichte vom Broker (großartig: Bernd Beyer), der nach dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft von einem Arzt Xaver (souverän: Stefan Rauch) gerettet wird. Dort fühlt er sich angenommen und freundet sich mit Joanna (mutig: Tanja Henninger) und der neu aufgeflammten Liebe zu seiner Frau Sophia (solide: Annette Brennan) an, und begibt sich auf eine gefährliche Reise in die Fantasiewelt von einem postapokalyptischen New York, wo er viele Abenteuer mit dem Mob und der Staatsmacht erlebt. Denn er hat den Schlüssel, natürlich zu sich selbst,  zur Rettung dieser Welt und den konkurrierenden Gruppierungen der Staatsmacht und des Mobs.
 

Zitate aus  dem großen Werk

Und mehr als 300 Zuschauer sind fasziniert von einer Geschichte, die so wunderbar spielerisch Zitate und Figuren aus den großen Werken wie „The Wall“, der „Bibel“ und „Apocalypse now“ wie selbstverständlich, natürlich modifiziert, in ihren eigenen Plot aufnimmt, ja selbst Reggae der bei einer Demonstration von „Joana“ zu Drum’n’Bass-Beats aufnimmt - ebenso sind sie begeistert von den Kostümen, die bis ins feinste Detail durchdacht sind – und von dem musikalischen Handlungsstrang, der sich nah am Klassik-Rock und Pop orientiert, dabei stilistisch nach allen Seiten offen ist. Die Laiensänger brillieren in gewagten mehrstimmigen Chören, sowie in Solostimmen, die für die ganz große Oper sorgen. „Keiner hat hier eine klassische Ausbildung, die besseren Sänger geben den anderen schon mal Unterricht.“, sagt Johannes Drechsler der Bezirksjugendreferent Adelsheim-Boxberg.

Hingucker sind der Mob, als Verfechter des Chaos, die  mit Gewalt. Lärm und Zerstörung aufgehetzt über die Bühne toben, mit ihrer Anführerin (genial: Christiane Weber) – und die korrekte Staatmacht, die bei ihrem gut organisierten Auftreten im Stile einer autokratischen Herrschaft aus mit guter Überwachung und klarer Gewalt für Ordnung sorgen. Besonders zu erwähnen ist ihr Anführer „Staatsmacht“ (sehr gut: Fred Preis). Das ganze Musical wird vom überragenden Pianisten Markus Quenzer zusammengehalten.

Sterben für die Liebe

Im apokalyptischen New York  sterben Joana und Xaver für die Liebe der Menschen, für Broker, nach einem gewaltigen Kampf zwischen Chaos und gewalttätiger Staatsmacht – als ein Gewaltige Feuerblitz durch die Bühne zischt und am Ende Broker seinen Freund Xaver verleugnet. Dann wird noch mal richtig auf die Tränendrüse gedrückt, als sich die 28 Schauspieler auf die Bühne stellen und den Abschlusschorus mit den 37 Sänger und Sängerinnen des Spontanchors der Evangelischen Kirchengemeinde Boxberg-Wölchingen unter der Leitung von Barbara Herold „Welch ein Fest“ singen, der durch seinen Ohrwurmcharakter gewaltig wird – und man in funkelnde Augen schaut bei einer tollen Welturaufführung, die von den guten Amateuren ohne erkennbare Fehler gespielt wurde – und die Boxberg wieder zur kleinsten Musical-Stadt erheben – zumindest kurzfristig...