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Aktuelles

Besuch in der messianischen Synagoge

Eingereicht von johannes.drechsler am 23. Okt 2015 - 09:48 Uhr

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Eine Delegation aus dem Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg hat am vergangenen Samstag, den 17. Oktober 2016 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Begegnungen und Studien zum messianischen Judentum“, begleitet von Dekan Rüdiger Krauth und Pfr. Dr. Markus Roser, die messianische Gemeinde „Adon Jeshua“ in Stuttgart Münster besucht.

Dieser Tage jährt sich zum 75. Mal die Deportation der badischen Juden nach Gurs. Es ist wenig bekannt, dass die über eine Million jesusgläubigen Juden genauso vom Holocaust betroffen waren und genauso mit ihrem Volk, den Juden gelitten haben. Eine neue Entwicklung ist jedoch, dass die messianische Bewegung innerhalb des Judentums nicht zur Konversion und damit zur Mitgliedschaft in eine der christlichen Kirchen führt, sondern dass dieser Zweig des Judentums eigene Gemeinden gründet und die Glieder bewusst Juden bleiben und ein jüdisches halachisches Leben nach der Torah führen. Wichtig ist ihnen jedoch der Glaube an Jeshua als den Messias, durch den sich der lebendige Gott seinem Volk und den Völkern offenbart hat.

Hagebutte

Die Gemeinde „Adon Jeshua“ ist aus einem Hauskreis russisch sprechender Juden entstanden, die in den 90er Jahren als Kontingentflüchtlinge aus der Sowjetunion in die Bundesrepublik kamen. Sie haben zusammen den Schabbat gefeiert, den Tanach (Altes Testament) und auch die Brit haHadascha (Neues Testament) gelesen, studiert und ausgelegt. Als ihre Bewegung immer mehr wuchs haben sie ab 2000 Räume für ihre messianischen Versammlungen angemietet. Aus dieser Bewegung heraus hat sich die messianische Gemeinde entwickelt, die heute eine Gebäude mit mehreren Gemeinderäumen in Stuttgart-Münster anmietet.

Der Schabbat-Gottesdienst, so wie ihn die Besuchergruppe am Samstag erleben konnte, orientiert sich liturgisch am jüdisch orthodoxen Amidagebet. Die Texte der hebräischen Gebete und Lesungen wurden alle mit Beamer in deutscher Übersetzung an die Leinwand projiziert, so dass die Besucher alles gut mitverfolgen konnten. Einen kleinen Unterschied zum orthodoxen Synagogengottesdienst bestand jedoch darin, dass der Gottesdienst durch zahlreiche Lobpreislieder in hebräischer, deutscher und russischer Sprache bereichert wurde, begleitet von einer Musikgruppe. Die Männer trugen während des Gottesdienstes überwiegend Kipa und Tallit obwohl es in der Gemeinde hierzu keine Festlegung gibt. Die intellektuell herausfordernde Predigt wurde über die jüdisch orthodoxe Paraschijot (Wochenlesung) aus Genesis 8 gehalten. Viele für die Gemeinde ganz aktuelle Fragen zum Spannungsfeld zwischen noachitischen und mosaischen Geboten wurden dabei diskutiert und entfaltet.

Im Anschluss an den lebendigen Gottesdienst war die Besuchergruppe im Gemeindezentrum zum Mittagessen zu Gast und konnte ihre Fragen und Eindrücke mit den Gemeindegliedern diskutieren.

Nach diesem gelungenen und bereichernden Auftakt der Veranstaltungsreihe „Begegnungen und Studien zum messianischen Judentum“ lädt der Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg ein zu den folgenden Veranstaltungen:

 

Bußgottesdienst zur Pogromnacht und zur Deportation der badischen Juden nach Gurs am 9.11.2015 um 19:00 Uhr in Bödigheim.

„Jüdische Messiasnachfolge im Neuen Testament und in der Urgemeinde“ am 11.11.2015 um 19:00 Uhr in der Aula des GTO, Osterburken mit Prof. Dr. Guido Baldes, Marburg.

„Messianische Juden heute – eine Herausforderung für Juden und Christen“ am 2.12.2015 um 19:00 Uhr im kath. Gemeindezentrum Adelsheim mit Anatoli Uschomirski, Ostfildern.