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Bezirksjugendreferent Gerald Vogt

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TTIP - Geht uns alle an!

Eingereicht von johannes.drechsler am 20. Jun 2015 - 19:22 Uhr

Schülermentoren

In ihrem ökumenischen Sozialwort schreiben die beiden großen Kirchen in Deutschland einmal mehr der Wirtschaft und der Politik ins Stammbuch: Gemeinnutz geht vor Eigennutz, Politik hat Vorfahrt gegenüber dem Markt. Nein, das ist keine neue, umwerfende Erkenntnis. Sehr vorsichtig formuliert, erinnern die kirchlichen Verfasser damit nur an ihre alte schlichte Vorfahrtsregel.

Pädagogischer Tag in Buchen

In aller Heimlichkeit basteln gegenwärtig die EU und die USA an einem neuen, transatlantischen Handels- und Investitionsabkommen. Es kommt in den Medien meistens mit dem Kürzel TTIP daher. TTIP ist die Abkürzung für „Transatlantic Trade and Investment Partnership” und bedeutet Transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen, Jugendlich findet es »wichtig, dass über TTIP informiert und diskutiert wird. Die Evangelische Jugend in Adelsheim-Boxberg  beteiligt  sich deshalb an der Veranstaltung vom Evangelischen Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg zu TTIP. Es gehe darum, das Thema »bürgernah darzustellen«, meint der Bezirksjugendreferent Johannes Drechsler: »Sowohl in der Gesellschaft als auch in der Kirche. « Bürgerbeteiligung, Diskussion, Information - das ist den Jugendlichen wichtig.

Es stellen sich dabei folgende Fragen: Schränken die derzeit von der EU mit den USA verhandelten Abkommen für den Freihandel die Demokratie und den Rechtsstaat ein? Was wird es für Folgen haben, wenn Unternehmen künftig Staaten vor staatlich unabhängigen geheimen Schiedsgerichten in den USA auf Schadensersatz verklagen können, immer dann wenn unliebsame Gesetze und Regelungen ihre Gewinne zu schmälern drohen (Investorenschutzklauseln)? Wie wirken sich diese Abkommen auf unseren Alltag und den politischen Gestaltungsspielraum unserer Parlamente aus (Demokratieabbau)?

Im Bereich der Chemie, Pharmazie und Landwirtschaft haben wir in der EU bereits sehr hohe Sicherheits- und Gesundheitsstandards. Was passiert wenn Unternehmen künftig gesundheitsschädliche Produkte auf den Markt bringen können, EU und Länderparlamente keine Handhabe mehr haben dies zu verhindern, weil gegen sie durch private Schiedsgerichte geklagt werden kann?

Wie verändert TTIP Sozialstandards oder Mitarbeiterrechte?

Diesen Fragen geht Sarah Händel vom Verein „Mehr Demokratie e.V.“ in einem Vortrag nach, der vom Evangelischen Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg veranstaltet wird.

Zur Referentin: Sarah Händel ist 31 Jahre alt und hat Politik und Friedensforschung studiert. Sie ist seit 4 Jahren Mitarbeiterin beim Landesverband Baden-Württemberg von „Mehr Demokratie e.V.“

„Mehr Demokratie e.V.“ ist seit 25 Jahren auf Bundesebene und in den Bundesländern aktiv, um die direkte Demokratie auszubauen und so die Mitspracherechte der Bürger/innen an der Politik zu stärken.

Informationen und Gespräch zum Freihandelsabkommen zwischen EU und USA mit Sarah Händel, von „Mehr Demokratie“, Stuttgart

Donnerstag, den 9. Juli 2015 um 19:00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Osterburken, Hemsbacher Straße 1,74706 Osterburken.