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Aktuelles

Prävention sexueller Gewalt – ein Thema in der Jugendarbeit

Eingereicht von johannes.drechsler am 24. Jan 2016 - 16:42 Uhr

Achtung! Grenzen1

Buchen. Jugendarbeit ist kein sexualfreier Raum: Immer wieder finden sich auf Freizeiten oder in Gruppenstunden neue Pärchen oder werden Fragen zu Partnerschaft, Liebe und Sexualität thematisiert. Betreuer und Jugendleiter bemühen sich um ein gutes und vertrautes Verhältnis zu den Kindern und Jugendlichen. Aber wie geht man damit um, wenn die Grenzen zwischen Zuneigung und Zwang nicht mehr eindeutig sind. Wo fängt sexuelle Belästigung an? Ab wann spricht man von Missbrauch? Die Evangelische Jugend setzt sich mit diesen Themen auseinander und ergreift geeignete präventive Maßnahmen.

Achtung! Grenzen

In der Evangelische Kirche von Baden reden Ehrenamtliche schon jetzt engagiert über die Frage, wie sie künftig noch besser als bisher auf das Wohl der Kinder und Jugendlichen achten können. Die Missbrauchsskandale in den Kirchen und in der Odenwaldschule gaben der öffentlichen Diskussion über sexuelle Gewalt und Belästigung auch in anderen Bereichen der Gesellschaft einen Schub.

"Es ist wichtig, darüber aufzuklären und das Thema nicht länger unter den Teppich zu kehren.", sagt der Bezirksjugendreferent des Evangelischen Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg Johannes Drechsler. Die Evangelische Jugend Adelsheim-Boxberg  bietet seit 4 Jahren im Rahmen des Gruppenleiterlehrgangs eine Schulung zur Prävention für die ehrenamtlichen Mitarbeiter an. Früher hieß die Schulung „Alle Achtung – Grenzen achten“ heute läuft sie unter den Namen „ Alle Achtung! Grenzen achten vor Missbrauch schützen“. Auch am letzten Wochenende wurden 32 ehrenamtliche MitarbeiterInnen geschult.

Im Mittelpunkt der Bemühungen stehe die Prävention, also die Vorbeugung. Die Evangelische Jugendarbeit will mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen vorbeugen. Dazu gehöre zunächst einmal eine Analyse, was konkret in die Kinder- und Jugendarbeit geschieht: Wo betreut nur ein Einzelner eine Gruppe, wo herrscht das Vier-Augen-Prinzip? Haben die Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit  die Verpflichtungserklärung der Ev. Kirche Baden unterschrieben? Darin verpflichten sie sich unter anderem dazu, "die individuellen Empfindungen zu Nähe und Distanz, die Intimsphäre und die persönlichen Schamgrenzen der mir anvertrauten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen" zu respektieren.

Johannes Drechsler erläutert: "Wenn dir etwas komisch vorkommt, dann sprich darüber mit deinen Eltern oder mit der Vertrauensperson in deiner Gemeinde, deinem Jugendverband." Sollte es tatsächlich Verdachtsfälle geben, kann die Evangelische Jugend von Baden dann schnell den Kontakt zu Fachleuten herstellen – in Jugendämtern, aber auch in Beratungsstellen überall in der Region.

I.B.