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Bezirksjugendreferent Gerald Vogt

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Aktuelles

Da ist Pädagogik im Spiel

Eingereicht von johannes.drechsler am 06. Feb 2017 - 05:56 Uhr

Spielpädagogik 2

Seit sieben Jahren wird Spielpädagogik im Rahmen des Gruppenleiterlehrgangs als Aufbaukurs angeboten. Mit dabei waren dieses Jahr die FSJlerin Josephine Philipp, Hospitant Marius Beyer  und Pfarrerin Heike Göhrig-Müller.

In der modernen Spielpädagogik herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Tätigkeitsform des Spielens immer mit Lern- und Bildungsprozessen verknüpft ist. Selbst jene Spiele, die keine Lernvorgänge intendieren und allein um des Vergnügens oder der Entspannung willen gespielt werden, rufen als unbeabsichtigte Begleiterscheinungen Lern- und Übungseffekte hervor.  So lernten die TeilnehmerInnen der diesjährigen Ausbildungsgruppe „Soziale Verantwortung lernen“ im letzten Ausbildungsmodul anhand des Schwerpunkts „Kooperative Abenteuerspiele“, wie sie Spiele in Gruppen und Kreisen einsetzen können.

Spielpädagogik 3

Spiele sind eine beliebte Form der Wissensvermittlung, da sie den Spielenden auf mehreren Ebenen Wissen näher bringen. Und sie machen einfach Spaß.  Ein Großteil der kognitiven Entwicklung und der Entwicklung von motorischen Fähigkeiten findet durch Spielen statt, beim Menschen ebenso wie bei zahlreichen Tierarten. Auch lernen wir durch Spielen unsere gesellschaftlichen Regeln und Werte kennen.

Einem Spiel liegen nämlich oft ganz bestimmte Handlungsabläufe zugrunde, aus denen, besonders in Gemeinschaft, dann Regeln hervorgehen können. Die konkreten Handlungsabläufe können sich sowohl aus der Art des Spiels selbst, aus den Spielregeln  oder aber aus der Tatsache ergeben, dass unterschiedliche Individuen miteinander interagieren wollen. Im Spielen spiegelt sich vieles. Und darin liegt die Bedeutung des Spielens. Es fördert das soziale Verhalten und die Auseinandersetzung mit sich selbst. Von daher ist das Spielen unheimlich wichtig. Eine wichtige Erfahrung ist, dass viele verschiedene Menschen miteinander spielen können - und wer miteinander spielen kann, kann auch zusammenarbeiten. So werden in der Spielpädagogik viele wichtige Einsichten vermittelt, die wir den Kindern und Jugendlichen in unseren Spielen mit auf ihren Lebensweg mitgeben können. 

Spielpädagogik 1

Andere Spiele gehören zu der Familie der Interaktionsspiele, bei denen die Teilnehmenden quasi dazu gezwungen werden, miteinander etwas zu tun, also zu interagieren und in einem nächsten Schritt das spielerisch Erlernte auch in der Welt außerhalb des Spiels anzuwenden.

Spiele zu spielen, Spaß zu haben und dabei Wissen vermitteln - all dies macht Jugendarbeit aus. Man kann viele bekannte Spiele so ummodeln, dass sie einen integrativen Inhalt bekommen und sie dann so spielen, dass niemand ausgeschlossen wird.                                                         

Um das alles nochmal kurz in einem deutschen Sprichwort zusammenzufassen:  "Am Spiel erkennt man, was in einem steckt."  Mit dieser Erkenntnis endete um 17.00 Uhr der Spielpädagogische Tag. Mit neuen Ideen und Tatendrang gehen die Sozialmentoren des BGB in ihre Praxisphase, gestalten Eventnights für die Fünftklässler sowie weitere Projekte. Außerdem war dieser Tag auch die letzte Aktion von außerschulischer Bildung, die der Bezirksjugendreferent Johannes Drechsler gestaltete.